FAQs

Nomacorc Green Line

Auf unserer PlantCorc™ Technologie beruht die Herstellung der Produkte der Nomacorc Green Line: Reserva, Select Green, Classic Green und Smart Green.

Unter Einsatz der PlantCorc™ Technologie werden alle Produkte der Nomacorc Green Line aus nachhaltigen, erneuerbaren Rohstoffen auf Zuckerrohrbasis hergestellt.

Für nachhaltig arbeitende Kellereien hat Vinventions eine der besten Verschlusslösungen entwickelt. Mit der PlantCorc™ Technologie von Nomacorc erhält man einen umweltfreundlichen Verschluss, überragende Leistung sowie ein verbessertes Sauerstoffmanagement. Zu den herausragenden Eigenschaften gehören:

Laut Definition der European Bioplastics Association, werden Kunststoffe aus erneuerbaren Quellen und/oder biologisch abbaubare Kunststoffe als Biopolymere (oder Biokunststoffe) klassifiziert. Der für die Nomacorc Green Line verwendete Rohstoff wird aus Zuckerrohr-Ethanol hergestellt und zählt zu den Biopolymeren, ist aber nicht biologisch abbaubar.

Mehr Informationen hierzu gibt es auf www.european-bioplastics.org

Polyethylen wird auf herkömmliche Weise aus fossilen Rohstoffen, etwa Öl oder Erdgas, hergestellt und findet sich in vielen Alltagsprodukten, unter anderem in Lebensmittelverpackungen, Kosmetika, Getränken und Tüten.

Für die Nomacorc Green Line werden Biopolymere aus erneuerbarem Rohstoff verwendet: Ethanol aus brasilianischem Zuckerrohr. Bei der Anwendung, der Performance und insbesondere dem Recycling verfügt dieses Material über dieselben Eigenschaften wie petrochemische Polyethylene.

Braskem, unser Lieferant für biobasierte Rohstoffe, bezieht seine Rohstoffe zu 100 % von brasilianischen Lieferanten, die auf das Verbrennen von Ernterückständen bei der Zuckerrohrernte verzichten. Dies wiederum bedeutet, dass 100 % der in der Produktion von Nomacorc Green Line eingesetzten Rohstoffe ebenfalls unter diese Garantie fallen. Die Zuckerrohrpflanzen werden ebenfalls nachhaltig bezogen und umweltfreundlich angebaut. Dabei wird großer Wert auf die Einhaltung der biologischen Vielfalt gelegt. Des Weiteren müssen sich Braskem Lieferanten einem externen Audit durch einen anerkannten unabhängigen Prüfer unterziehen, damit sichergestellt ist, dass die Lieferanten diese und weitere wichtige Voraussetzungen erfüllen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Website von Braskem: www.braskem.com.br

Für die Herstellung von Nomacorc Verschlüssen wurde in der Vergangenheit herkömmliches Kunststoffmaterial auf Erdölbasis verwendet. Dabei wird das Öl aus dem Boden gefördert und zu Ethylen umgewandelt. Dieses wird zu Polyethylen polymerisiert, welches der Hauptbestandteil der Nomacorc Verschlüsse der ersten Generation war. Für die Herstellung von Kunststoffen ist dies ein sehr gängiges Verfahren, wobei sich für Classic+ ein CO2-Ausstoß von ca. 12 gr pro Verschluss ergab. Bei der PlantCorc™ Technologie bildet Zuckerrohr das Ausgangsmaterial, das zu Bioethanol destilliert und dann zu Bioethylen umgewandelt wird. Dieses Bioethylen kann zu Biopolyethylen polymerisiert werden. Die Polymerisation ist der gleiche Vorgang wie der für das erdölbasierte Material, und das Biopolyethylen kann für die Herstellung aller PlantCorc™ Verschlüsse verwendet werden. Das Zuckerrohr entzieht der Umwelt das CO2, was zu einem sehr niedrigen, nicht vorhandenen oder negativen CO2-Fußabdruck führt, je nachdem, wie viel Biopolyethylen in unseren Produkten verwendet wird.

Nein, die Zuckerrohrplantagen sind nicht biologisch. Ca. 90 % der für die brasilianische Ethanol Produktion zuständigen Zuckerrohrplantagen befinden sich im südlichen Zentral-Brasilien, mehr als 2.500 km vom Amazonas-Gebiet entfernt. Die Ausdehnung der Gebiete, auf denen Zuckerrohr angebaut wird, wird von der Sugarcane Agroecological Zoning geregelt. Braskem besitzt keine Zuckerrohrplantagen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Website von Braskem: www.braskem.com.br 

Die meisten für die Pflanzen schädlichen Krankheiten werden mit biologischen Mitteln behandelt. Dadurch werden Pestizide auf brasilianischen Zuckerrohrplantagen nur in geringem Maße eingesetzt, und Fungizide werden so gut wie nicht verwendet. Zudem enthält das Biopolyethylen keinerlei Pestizidrückstände aufgrund des oben beschriebenen Polymerisationsprozesses.

Die Produkte der Nomacorc Green Line wurden von einem externen Labor auf deren biobasierte Inhaltsstoffe geprüft und zertifiziert. Dies wurde vom TÜV Austria durchgeführt, der in der Lage ist, den Anteil der biobasierten Inhaltsstoffe im Verschluss zu messen. 
Der Nachweis, dass unsere Produkte aus biogenem Kohlenstoff hergestellt werden, ist sehr einfach zu führen, und zwar mit einer Analyse des Gehalts an Kohlenstoff-14 in unseren Verschlüssen (Kohlenstoffdatierung) und einer Zertifizierung durch den TÜV Austria.

Für Select Green wurde mit Hilfe eines externen Beraters eine Studie zur Ökobilanz (Life Cycle Assessment) durchgeführt, mit der die Klimaneutralität nachgewiesen werden konnte. Die Kurzfassung dieser Studie ist auf Anfrage verfügbar.

Nein, genetisch verändertes Zuckerrohr wird in Brasilien nicht verkauft. Dieses Material wird aus normalen Zuckerrohrpflanzen in Brasilien gewonnen und wirkt sich nicht auf den Preis oder die Verfügbarkeit von brasilianischem Zucker aus. Aktuell beträgt die Ackerfläche in Brasilien insgesamt 330 Millionen Hektar, wovon nur 1,4 % für die Ethanolproduktion genutzt wird. Darüber hinaus erfolgt der Zuckerrohranbau speziell auf den Böden, die für den Anbau sonstiger Nahrungspflanzen zu sehr ausgelaugt sind. Der Anbau von Zuckerrohr und das Unterpflügen der Rückstände trägt zur Erholung der Böden bei. Die Zuckerrohrerzeuger ziehen also von Anbaufläche zu Anbaufläche, damit sich das ausgelaugte Ackerland erholen kann.

Nein, sie sind weder biologisch abbaubar noch kompostierbar. Sie sind recyclingfähig (ähnlich petrochemischen Erzeugnissen) und können sogar ohne Weiteres mit den aktuell gängigen Verfahren recycelt werden. Da der Rohstoff biologisch nicht abbaubar ist, bleibt das während des Zuckerrohr-Bearbeitungsprozesses (vom Wachstum bis zur Verarbeitung) festgehaltene CO2 für die Dauer des gesamten Lebenszyklus des Kunststoffs eingeschlossen.

Diese Biopolymere werden aus Zuckerrohr gewonnen, dessen Wachstum durch die Aufnahme von CO2 aus der Atmosphäre sichergestellt ist. Der aus der Atmosphäre gebundene Kohlenstoff wird an die resultierenden Biopolymere weitergegeben, wodurch diese klimaneutral sind. Als Bestandteil der Nomacorc Produktrezeptur gleichen sie somit sämtliche positiven Emissionen aus anderen Rohstoffen und dem Transport aus. Da diese Biopolymere den Hauptbestandteil in unserer Produktrezeptur ausmachen, können wir sogar den Transport unserer Verschlüsse zu unseren Kunden kompensieren. Oder anders ausgedrückt: Die Verschlüsse verlassen das Werk mit einem negativen CO2-Fußabdruck, kommen aber klimaneutral bei unseren Kunden an. Das ist es, was mit „Klimaneutralität für den gesamten Produktions- und Verkaufszyklus“ gemeint ist.

Reserva und Select Green werden für deren biobasierte Bewertung der Kategorie 3 (= 3 Sterne) zugeordnet. Dies bedeutet, dass das Produkt einen biobasierten Kohlenstoffgehalt von 60 % bis 80 % aufweist. Die genaue Zahl hängt von den Rezepturunterschieden unter den Produkten ab, aber auch von Fertigungstoleranzen wie Dichtigkeit, Länge und Durchmesser. Alle unsere Select Green Produkte (100/300/500) weisen 3 Sterne auf. Bei einem biobasierten Gehalt von 40 – 60 % hat Classic Green 2 Sterne, Smart Green hat bei einem erneuerbaren Gehalt von 20 – 40 % einen Stern.

Das Erscheinungsbild von synthetischen Verschlüssen kommt bei einigen Kellereien nicht gut an. Diese befürchten, dass nur ein natürlich aussehender Korken von ihren Kunden akzeptiert wird, insbesondere bei den Premiumweinen. Das Erscheinungsbild von Select Green trägt diesem Umstand Rechnung, und zwar mit einem Nomacorc Verschluss, der einem Naturkorken zum Verwechseln ähnlich sieht. Dazu gehören auch die charakteristische Holzmaserung des Naturkorkens, die hochwertige Verarbeitung mit Reliefprägung sowie die weiche Oberfläche und Haptik von Verschlüssen aus natürlicher Korkrinde.

Verderb aufgrund verschlussbedingter Weinfehler, wie etwa Korkgeschmack, führt zu einem erhöhten Verbrauch an Kohlenstoffemissionen und somit zu geringer Nachhaltigkeit. Select Green ist geschmacksneutral und bietet verschiedene Sauerstoffeintrittsgrade an, mit denen das Risiko der Reduktion oder Oxidation bei der Reifung auf ein Minimum reduziert werden kann. Unter Berücksichtigung des CO2-Fußabdrucks des Verschlusses, der Anfälligkeit zu Weinverderb und der durch die Entsorgung entstehenden Umweltbelastung, ist Select Green die perfekte Lösung, die diesen drei wichtigen Kriterien über die Lebensdauer eines Verschlusses gerecht wird.

Biologische bzw. biodynamische Weine enthalten in der Regel wenig oder gar keine Sulfite. Sie sind für schlechtes Sauerstoffmanagement sehr anfällig, das zu Weinverderb (entweder durch Reduktion oder vorzeitige Weinoxidation) führen kann. Da die Weine gegen Sauerstoffeinflüsse sehr empfindlich sind, müssen die Winzer die konsistente Steuerung des Sauerstoffeintritts in die Flasche sicherstellen können. Select Green bietet eine hervorragende Performance, sowohl beim konsistenten Sauerstoffeintritt als auch beim jeweiligen Sauerstoffgehalt, der dem Wein zur Verfügung stehen muss.

Mit Select Green sind drei verschiedene Verschlüsse verfügbar: 100, 300 und 500. Die Sauerstoffeintritts-Performance ermöglicht es den Kunden, schnell zu Select Green zu wechseln, wenn ihnen die Umweltvorteile wichtig sind. Zur Erzielung optimaler Abfüllbedingungen bietet Vinventions mit dem NomaSense® Analysegerät weitere Unterstützung an. Diese einzigartige Kombination von Dienstleistungen und Verschlusslösungen stellt die perfekte Lösung für nachhaltige Weine sicher.